Verbraucherinformationen des Herstellers STADA GmbH
Krankheitsbild & Indikation von Mobilat Schmerzspray (100 ml)
- Das Arzneimittel ist ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung (nicht-steroidales Antiphlogistikum/Analgetikum)
- Es wird angewendet zur äußerlichen unterstützenden symptomatischen Behandlung von Schmerzen
- bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen im Bereich der Extremitäten infolge stumpfer Traumen, z.B. Sport- und Unfallverletzungen
- bei entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen wie Sehnenentzündungen (Tendinitis) und Sehnenscheidenentzündungen (Tendosynovitis).
- Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Gegenanzeigen & Kontraindikation des Produkts
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Indometacin oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels oder andere Schmerz- und Rheumamittel (nichtsteroidale Antiphlogistika) sind
- auf offenen Verletzungen, Entzündungen oder Infektionen der Haut sowie auf Ekzemen, auf Schleimhäuten, am Auge
- bei Kindern und Jugendlichen, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen
- im letzten Drittel der Schwangerschaft und in der Stillzeit (über längere Zeit und großflächig)
Dosierung & Einnahmeempfehlung zu Mobilat Schmerzspray (100 ml)
- Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: das Spray wird 3-5mal täglich so aufgesprüht, dass das erkrankte Gebiet bedeckt ist. Je nach Größe der zu behandelnden schmerzhaften Stelle sind 3 - 10 Sprühstöße, entsprechend 0,5 - 1,5 ml Lösung (4 - 12 mg Indometacin), erforderlich. Die maximale Tagesgesamtdosis beträgt 7,5 ml Lösung, entsprechend 60 mg Indometacin.
- Sollte nach 3 Behandlungstagen keine Besserung auftreten oder sich das Beschwerdebild verschlechtern, wenden Sie sich an einen Arzt.
- Über die Dauer der Behandlung, besonders bei Fortdauer der Beschwerden, entscheidet der behandelnde Arzt. In der Regel ist eine Anwendung über 1-2 Wochen ausreichend.
- Der therapeutische Nutzen einer Anwendung über diesen Zeitraum hinaus ist nicht belegt.
- Bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung bei der Anwendung auf der Haut sollte die Lösung wieder entfernt und mit Wasser abgewaschen werden.
- Bei Anwendung von wesentlich zu großen Mengen oder versehentlicher Einnahme des Arzneimittels ist der Arzt zu benachrichtigen.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- Falls Sie die Anwendung einmal vergessen haben, wenden Sie bei der nächsten Gabe nicht mehr als die übliche empfohlene Menge an.
Nebenwirkungen von Mobilat Schmerzspray (100 ml)
- Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
- Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
- Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
- Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
- Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000, einschließlich Einzelfälle
- Häufig können lokale Hautreaktionen, wie z. B. Hautrötungen, Jucken, Brennen sowie Hautausschlag - auch mit Pustel- oder Quaddelbildung auftreten.
- Gelegentlich kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. lokalen allergischen Reaktionen (Kontaktdermatitis) kommen.
- Sehr selten wurde eine Verschlimmerung einer vorbestehenden Schuppenflechte (Psoriasis) beobachtet.
- In seltenen Fällen können Atemwegsverengungen (Bronchospasmen) vorkommen.
- Wenn das Arzneimittel großflächig auf die Haut aufgetragen und über einen längeren Zeitraum angewendet wird, ist das Auftreten von Nebenwirkungen, die ein bestimmtes Organsystem oder auch den gesamten Organismus betreffen und wie sie auch unter Umständen nach systemischer Anwendung indometacinhaltiger Arzneimittel auftreten können (z.B. sehr seltene schwerwiegende Nebenwirkungen wie gastrointestinale Blutungen, Nierenfunktionsstörungen/Nierenversagen und generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen), nicht auszuschließen.
- Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Hinweise für Patienten bei Einnahme dieses Arzneimittels
- Besondere Vorsicht bei der Anwendung des Arzneimittels ist erforderlich:
- Patienten die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (sog. Nasenpolypen) oder chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika/Analgetika sind bei Anwendung des Arzneimittels durch Asthma-Anfälle (sog. Analgetika-Intoleranz/Analgetika- Asthma), örtliche Haut- und Schleimhautschwellung (sog. Quincke-Ödem) oder Nesselsucht (Urtikaria) eher gefährdet als andere Patienten.
- Bei diesen Patienten darf das Arzneimittel nur unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen und direkter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
- Das gleiche gilt für Patienten, die auch gegen andere Stoffe überempfindlich (allergisch) reagieren, wie z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber.
- Es sollte darauf geachtet werden, dass Kinder nicht mit den Hautpartien in Kontakt kommen, die mit dem Arzneimittel behandelt wurden.
- Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Schwangerschaft & Stillzeit - Hinweise der STADA GmbH
- Über die Sicherheit einer Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft liegen für den Menschen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
- Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sollen Sie das Arzneimittel daher nur auf Anordnung Ihres Arztes anwenden und nur nachdem dieser eine sorgfältige Nutzen/Risiko-Abschätzung vorgenommen hat.
- In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie das Arzneimittel auch nur auf Anordnung Ihres Arztes anwenden und nur nachdem dieser eine sorgfältige Nutzen/Risiko-Abschätzung vorgenommen hat. Wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind während der Geburt (u. a. bedrohliche Nieren- oder Darmschäden) dürfen Sie jedoch im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht über einen längeren Zeitraum und nicht großflächig anwenden.
- Der Wirkstoff aus dem Arzneimittel und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. In der Stillzeit sollten Sie das Arzneimittel daher nicht großflächig und nicht über einen längeren Zeitraum anwenden.
- Um einen direkten Kontakt des Säuglings mit dem Arzneimittel zu vermeiden, sollen Sie es in der Stillzeit nicht im Bereich der Brust anwenden.
Aufbewahrung / Anwendung / Einnahme von Mobilat Schmerzspray (100 ml)
- Nur zur äußerlichen Anwendung!
- Nicht zum Einnehmen!
- Das Spray zur Anwendung auf der Haut wird direkt auf die betroffenen Körperpartien aufgesprüht, ein Einreiben ist nicht erforderlich.
- Hinweis: Drücken Sie vor der ersten Anwendung oder nach längerem Nichtgebrauch mehrmals auf den Sprühkopf, erst danach ist die Sprayflasche gebrauchsfertig.
Wechselwirkungen von Mobilat Schmerzspray (100 ml)
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
- Bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels sind bislang keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bekannt geworden.
Inhaltsstoffe / Wirkstoffe von Mobilat Schmerzspray (100 ml)
- 8 mg Indometacin
- Isopropyl myristat
- Isopropylalkohol
- Parfümöl