Unterschiedliche Witterungserscheinungen wie beispielsweise Föhn, Luftdruckschwankungen, ein bevorstehendes Gewitter oder auch Temperaturwechsel wirken sich bei einigen Menschen auf die Stimmung, das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit aus. Einbildung sagen die Einen, doch es gibt durchaus eine Erklärung für diese Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Wettererscheinungen.
Was ist Wetterfühligkeit?
Viele Menschen reagieren oft sensibel auf Wetterveränderungen. Wetterfühligkeit ist keine Krankheit, sondern nur eine verminderte Fähigkeit des Körpers, mit diesen natürlichen Veränderungen des Wetters fertig zu werden. Die Abhängigkeit des menschlichen Befindens von Witterungswechseln ist noch nicht vollständig erforscht, jedoch kann das Wechselspiel zwischen Mensch und Wetter in drei unterschiedliche Arten aufgeteilt werden.
Die Wetterreaktion
Die sogenannte Wetterreaktion ist die ganz natürliche Anpassung des Körpers auf unterschiedliche atmosphärische Umweltreize. Das bedeutet, dass der Körper auf beispielsweise Temperaturschwankungen mit einer Wärmeregulation reagiert. Bei gesunden Menschen geht dieser Vorgang meist unbemerkt von statten. Deutlich spürbar äußert sich eine Wetterreaktion vor allem dann, wenn man bei hohen Temperaturen schwitzt, oder im Winter friert.
Die Wetterfühligkeit
Als wetterfühlig werden jene Menschen bezeichnet, die auf verschiedene Witterungserscheinungen mit einer überschießenden Reaktion ansprechen. Das vegetative Nervensystem ist bei ihnen besonders sensibel und es kann zu Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Schlafstörungen kommen. Zu diesen Beschwerden kommt es häufig bei Föhn oder Luftdruckschwankungen.
Die Wetterempfindlichkeit
Unter einer Wetterempfindlichkeit versteht man die Verstärkung von Beschwerden bei Menschen mit bestehenden Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Migräne, Rheuma oder Bluthochdruck, aber auch älteren Verletzungen oder beispielsweise bei alten Knochenbrüchen. Dabei sind meist der Wechsel zu kälterem Wetter und länger anhaltende Hitze- oder Kälteperioden ausschlaggebend. Typisch sind dann Symptome wie Schmerzen in den Gelenken, Migräneattacken oder Herz-Kreislauf-Probleme.
Kann man Beschwerden aufgrund von Wetterwechsel vorbeugen?
Mit Ausdauersport, viel Bewegung an der frischen Luft, auch bei kälteren Temperaturen und einer vitaminreichen, gesunden Ernährung zur Stärkung des Immunsystems kann man der Wetterfühligkeit zwar meist nicht ganz entkommen, jedoch kann eine Veränderung der Lebensweise dazu führen, dass die Beschwerden weniger intensiv wahrgenommen werden.




