24. Mai 2011, 10:39 Uhr

Schön anzusehen aber gefährlich für Kinder: Giftpflanzen in Haus und Garten

Pflanzen mit ihren bunten Blüten und wunderbaren Düften zieren Gärten, Balkone, Wohnungen und Häuser. Einige sind als Giftpflanzen bekannt, andere scheinen ungefährlich, bergen aber vor allem für Kinder die Gefahr einer Vergiftung. Welche Pflanzen das sind, erfahren Sie hier in unserem Ratgeber.

Kinder erkunden ihre Umwelt vor allem mit den Händen und kaum ein Kind kann hübschen bunten Beeren oder anderen Früchten widerstehen und schnell sind diese im Mund verschwunden. Während einige Blätter, Blüten und Beeren „nur“ Übelkeit und Magenkrämpfe auslösen, können andere durchaus schwerwiegendere Folgen haben.
Doch nicht immer muss eine giftige Pflanze auch geschluckt werden um Vergiftungserscheinungen auszulösen, bei manchen Pflanzen reicht schon die bloße Berührung aus.

Im Kochtopf beliebt, im Garten giftig

Pflanzen Sie in Ihrem Garten grüne Bohnen an? Der Verzehr der rohen Bohnenhülse und ihrer Samen kann Erbrechen, Fieber und Krampfanfälle auslösen. Das ist aber nicht der einzige Vertreter aus dem Gemüsebeet. Auch unreife Auberginen, sowie ihre grünen Pflanzenteile können Durchfall und sogar Atemlähmung hervorrufen. Giftig sind auch die über der Erde wachsenden Pflanzenteile der Kartoffel, sowie noch grüne Knollen. Auch sie können Durchfall und Atemlähmung auslösen. Und, wer hätte es gedacht, obwohl im Kuchen und als Marmelade so beliebt, ist der Rhabarber, beziehungsweise die in seinen Blättern enthaltene Oxalsäure Auslöser für Nierenstörungen und Krämpfe. Das Frühjahr ist die richtige Zeit, um frischen Bärlauch zu pflücken, denn in vielen Gerichten schmeckt er ganz vorzüglich. Bei Bärlauch besteht aber oft die Gefahr, ihn mit Maiglöckchen zu verwechseln. Sicheres Indiz, Bärlauchblätter gesammelt zu haben, ist der Knoblauchgeruch. Duften die Blätter nicht nach Knoblauch, könnte es sich um Maiglöckchen handeln, dann lieber die Finger davon lassen!

Wunderschön aber gefährlich

Er ziert viele Gärten, doch seine Blätter können Erbrechen und Krämpfe auslösen und sogar zum Tod führen: Der Buchsbaum. Ein sehr giftiger Vertreter in vielen Gärten, weil sie sehr schön aussehen und wunderbar duften sind die Engelstrompeten. All ihre Pflanzenteile können zu Bewusstseinsstörungen und auch sogar zum Herzstillstand führen. Weitere blühende, sehr giftige Pflanzen sind der Eisenhut und der rote Fingerhut sowie der Goldregen und Nachtschattengewächse.

Was tun bei einer Vergiftung?

Hat das Kind giftige Pflanzenteile verschluckt ist es wichtig Ruhe zu bewahren, damit das Kind nicht in Panik gerät. Sehr schwere oder tödlich verlaufende Vergiftungen durch Pflanzenteile kommen nur selten vor. Fragen Sie ihr Kind, was es gegessen hat und wie viel davon. Vielleicht hat ihr Kind auch nur probiert und die Pflanze wieder ausgespuckt, denn die meisten giftigen Pflanzen sind sehr bitter. Geben Sie ihrem Kind Wasser, Saft oder Tee zu trinken, damit das Gift verdünnt wird, auf keinen fall Milch, denn das Fett in der Milch würde die Aufnahme des Gifts über den Darm nur beschleunigen. Erbrechen sollte nicht ausgelöst werden, Erbrochenes könnte in die Lunge geraten. Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Pflanzenteile, die das Kind verschluckt hat giftig sind, können sie sich an die Giftnotrufzentrale wenden. Treten Symptome auf wie Schwindel, plötzliche starke Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Hautausschläge, verstärkter Speichelfluss, ein trockener Mund oder Atemnot sind dies Hinweise auf eine Vergiftung und ein Arzt sollte unbedingt gerufen werden. Zeigen Sie ihm am besten einen Stengel der Pflanze, damit er das Gift bestimmen kann.

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Medikamente zur Behandlung von Kinderkrankheiten finden Sie hier.

Weiterführende Informationen – Externe Links

++ Informationen zu Giftpflanzen
++ Informationen über die wichtigsten Giftpflanzen
++ Bild Online über Giftpflanzen im Garten

Weiterführende Informationen – Blogs

++ Blog zum Thema Giftpflanzen im Familiengarten
++ Liste gefährlicher Pflanzen mit Vergiftungssymptomen
++ Viele Tipps und Informationen zum Thema Vergiftungen bei Kindern

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