18. Juli 2012, 11:09 Uhr

Muskelkater – Wo kommen die Schmerzen nach dem Sport her?

Mit einem Muskelkater hat bestimmt jeder schon einmal Bekanntschaft gemacht. Muskelkater entsteht nicht zwangsläufig nur nach Sport, auch andere ungewohnte Belastungen der Muskeln führen dazu. Informationen darüber, weshalb er auftritt und Maßnahmen, um ihn wieder loszuwerden, finden Sie hier.

Wie kommt es zu einem Muskelkater?

Lange Zeit wurde angenommen, dass eine Übersäuerung der Muskeln durch Milchsäure zu den bekannten Muskelkater-Schmerzen führen. Tatsächlich entsteht der Muskelkater jedoch durch winzig kleine Risse in den sogenannten Z-Scheiben im Muskelgewebe, zu denen es durch zu intensives Training oder durch ungewohnte Belastungen kommt. Der Körper entscheidet je nach Größe des Schadens, ob die kaputten Muskelfasern repariert oder ausgetauscht werden. Durch die winzigen Risse entstehen Entzündungen, welche wiederum dazu führen, dass Wasser in den Muskel eindringt, dieser anschwillt und es zu dem bekannten Dehnungsschmerz des Muskelkaters kommt.

Wie kann man einem Muskelkater vorbeugen?

Nur ein individuell auf den Trainingszustand zugeschnittenes Workout kann einen Muskelkater verhindern. Besonders anfällig für einen Muskelkater sind Personen die nach längerer Pause wieder körperlich aktiv werden und trainierte Sportler, die ihre Muskeln beispielsweise aufgrund eines Wettkampfes besonders stark belasten. Aber auch nicht alltägliche Arbeiten, wie Gartenarbeit, bei denen die Muskeln ungewohnt belastet werden führen zu Muskelkater. Da dies meist nicht beeinflussbar ist, ist es oft kaum möglich, einem Muskelkater vorzubeugen. Spezielle Enzymkombinationspräparate aus der Apotheke oder aus Ihrer Versandapotheke, mit einer Kombination aus den Enzymen Trypsin und Bromelain und dem Flavonoid Rutosid, sollen die Abheilung der verletzten Muskelfasern beschleunigen können. Wenn im Körper eine ausreichende Menge dieser Enzyme vorhanden ist, ist es möglich, dass Muskelkater erst gar nicht entsteht, oder zumindest nicht so stark ausgeprägt ist.

Was ist bei einem Muskelkater zu tun?

Oftmals wird geraten, bei einem Muskelkater direkt weiter zu trainieren. Da die Schmerzen jedoch durch die Verletzungen im Muskelgewebe verursacht werden, könnte erneutes übertriebenes Training zu einem noch schmerzhafteren Muskelfaserriss führen. Bei einem Muskelkater sollte man seinen Muskeln Zeit zur Regeneration gönnen. Während der nächsten Tage, bis die Schmerzen vollständig abgeklungen sind, sollte man für Entspannung der Muskeln sorgen. Spazierengehen, Sauna und warme Bäder helfen dabei. Auf keinen Fall sollte man sich zu Massagen der schmerzenden Muskeln hinreißen lassen. Denn auch bei einer Massage wird der Muskel gedehnt, was kontraproduktiv für die Heilung wäre.

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Autor :: arzneimittel.de - Redaktionsteam

Tobias Boltze
Redaktionsleitung

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