1. Oktober 2010, 14:03 Uhr

Blasenschwäche – eine Einschränkung im Alltag

Die Blase ist ein dehnbarer Hohlkörper der der Speicherung des Urins dient. Um Wasserlassen zu können muss der innere Schließmuskel am Übergang zur Harnröhre erschlaffen und der aus Teilen der Beckenmuskulatur gebildete äußere Schließmuskel.

Entleert sich ungewollt Urin aus der Blase, liegt eine Blasenschwäche oder Inkontinenz vor. Leider wird Blasenschwäche nur selten behandelt, da es vielen Betroffenen peinlich ist. Dabei ist es gerade zu Beginn der Krankheit möglich, ihr beispielsweise durch gezielte Beckenbodengymnastik entgegen zu wirken. Recht häufig kommt die Belastungsinkontinenz vor. Dabei kann schon Husten oder Lachen zu unkontrolliertem Urinverlust führen. Unbehandelt kann der Urinverlust schon  beim Treppensteigen, Laufen und letzten Endes sogar im Liegen passieren.

Formen der Inkontinenz

Die Dranginkontinenz, die sogenannte Reizblase liegt vor, wenn der Harnverlust von einem starken Harndrang begleitet ist. Bei der Stress- oder auch Belastungsinkontinenz verliert man Harn durch körperliche Anstrengung wie beispielsweise beim Tragen, Heben oder Husten, ohne vorher Harndrang verspürt zu haben. Tritt der Harnverlust durch unwillkürliche Kontraktion der Blasenwandmuskulatur auf, spricht man von einer Reflexinkontinenz. Menschen, die an einer Überlaufinkontinenz leiden haben häufig Schwierigkeiten, ihre Blase willentlich zu leeren und es verbleibt immer ein Rest Urin in der Blase. Dieser geht dann meist unwillkürlich ab.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie einer Blasenschwäche ist abhängig von Form und Ursache. Beckenbodengymnastik kann helfen, den Beckenboden zu stärken und die Schließfunktion der Blase zu verbessern. Weitere Möglichkeiten sind ein gezieltes Toiletten-Training, keine Getränke mehr vor den einschlafen zu sich zu nehmen und der Einsatz von speziellen Inkontinenz-Einlagen. Liegt eine Stressinkontinenz vor kann in einigen Fällen eine Operation nötig sein, bei einem Östrogenmangel hilft die Einnahme von künstlichen Hormonen. Bei einer Dranginkontinenz kommt oft eine medikamentöse Therapie zum Einsatz.

Die komplette InfoBox „Blasenschwäche“ finden Sie hier.

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