16. September 2011, 11:50 Uhr

Das Ende des Mücken-Sommers ist endlich in Sicht

Spezielle Antimücken-Präparate können stechende Insekten abwehrenWährend das Wetter für uns in diesem Sommer doch zum größten Teil alles andere als wünschenswert war, hat es für Mücken, Kriebelmücken und andere stechende Insekten hervorragende Lebensbedingungen geboten. Wer die letzten lauen Abende noch im Freien genießen möchte, sollte eines nicht vergessen: Mückenschutz!

Die Mücken sind in diesem Sommer zu Hauf über uns hergefallen. Doch wieso gibt es im einem Jahr kaum Mücken und in Jahren wie in diesem, tauchen sie gleich in Schwärmen auf?
In diesem Jahr gab es besonders viel Regen und es entstanden zahlreiche stehende Gewässer, die kaum Zeit zum Austrocknen hatten. Da Mücken in diese Gewässer ihre Eier ablegen, wo dann die Larven schlüpfen, sind dies natürlich die besten Bedingungen für die stechenden Plagegeister. Damit sich die Larven zu Mücken entwickeln, die dann aus dem Wasser steigen, werden höhere Temperaturen benötigt. Ist es kalt, verbleiben die Larven einfach länger im Wasser. Wird es dann jedoch warm steigen die Mücken zu hunderten aus den Gewässern. Die Weibchen brauchen jetzt Blut, damit sich ihre Eier entwickeln können, daher suchen sie jetzt zielstrebig geeignete Nahrungsquellen auf, wie den Menschen.

Was passiert bei einem Stich?

Hat die Mücke eine geeignete Hautstelle auserkoren, sondert sie während des Stechens über ihren Speichel ein gerinnungshemmendes und lokal betäubendes Sekret in die Wunde ab. Nach dem Stich tritt meist eine örtlich begrenzte, allergische Reaktion ein, die häufig von Juckreiz begleitet wird. Auslöser dieser Reaktionen sind Proteine, die die Blutgerinnung verhindern. Die Proteine sind körperfremde Stoffe, weshalb als Abwehrreaktion vom Körper das Ausschütten von Histamin geschieht, das diese Stoffe bekämpfen soll. Deshalb entsteht an der Stichstelle diese typische Schwellung.

Mückenstiche verhindern?

Lange dachte man, dass Mücken auch von Licht angezogen werden. Jedoch sind Mücken nachtaktiv und werden daher von Licht eher abgeschreckt. Was Mücken jedoch tatsächlich anlockt, ist das CO2, das der Mensch ausatmet und eine bestimmte Zusammensetzung des Schweißes. Wirklich verhindern kann man Mückenstiche nicht, jedoch die Chance minimieren, dass man gestochen wird. Am besten eignet sich hierfür lange Kleidung, Fliegengitter an den Fenstern und spezielle Abwehrmittel gegen Mücken, Bremsen und Zecken. Auch Rauch und Feuer kann Mücken einige Zeit abwehren. Es sollte auch vermieden werden, Mücken Gelegenheiten zu schaffen, ihre Eier abzulegen. Das bedeutet, Regentonnen sollten verschlossen werden, Eimer und Gießkannen im Garten regelmäßig geleert werden und auch Blumenvasen täglich mit Frischwasser befüllt werden.

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Autor :: arzneimittel.de - Redaktionsteam

Tobias Boltze
Redaktionsleitung

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