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Krankheitsbild / Indikation
Dieses Präparat ist ein Mittel zur Bindung überschüssiger Magensäure. Es wird angewendet zur Behandlung von Symptomen der Erkrankungen, bei denen Magensäure gebunden werden soll:
* Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden
* Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre.
Bei Verdacht auf ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sollte eine Untersuchung auf H. pylori - und im Falle des Nachweises - eine anerkannte antibakterielle Kombinationstherapie erwogen werden, da in der Regel bei erfolgreicher Anwendung einer derartigen Therapie auch die Ulkuskrankheit ausheilt.
Gegenanzeigen / Kontraindikation
Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn Sie überempfindlich gegen Magaldrat oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
Dosierung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Bei Bedarf mehrmals täglich 1 Kautablette einnehmen. Die Tagesdosis sollte 8 Kautabletten (entsprechend 6.400 mg Magaldrat) nicht überschreiten.
Dauer der Anwendung
Nehmen Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 14 Tage ein.
Überdosierung
Vergiftungen sind aufgrund der geringen Aufnahme des Wirkstoffs in das Blut unwahrscheinlich.
Bei Überdosierungen kann es zu Änderungen des Stuhlverhaltens wie Stuhlerweichung und Zunahme der Stuhlhäufigkeit kommen.
Besondere Maßnahmen sind hier im Allgemeinen nicht erforderlich.
Vergessene Einnahme
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
sehr häufig: mehr als ein Behandelter von 10
häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Magen-Darm-Bereich
Sehr häufig treten weiche Stühle auf.
Durchfall, Verstopfung und Knochenerweichung werden sehr selten beobachtet.
Bei ungenügender Nierenleistung oder bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann die Einnahme einen erhöhten Magnesium- und Aluminiumgehalt des Blutes verursachen. Es kann zu Aluminiumeinlagerungen vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn aufgeführte Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigen, oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht aufgeführt sind.
Patientenhinweise
Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
* wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder bei langfristigem Gebrauch.
In diesen Fällen dürfen Sie das Arzneimittel nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle bestimmter Blutwerte (Aluminium) einnehmen.
Kinder
Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder unter 12 Jahren, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung vorliegen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Lagerungshinweise
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker.
Das Nutzen-Risiko-Verhältniss sollte vor der Einnahme von aluminiumhaltigen Antacida während der Schwangerschaft sorgfältig abgewogen werden.
Das Arzneimittel soll während der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.
Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Ein Risiko für das Kind ist nicht anzunehmen, da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Aufnahme und damit auch die Wirkung anderer Arzneimittel kann durch dieses Arzneimittel vermindert werden. Deswegen sollte die Einnahme anderer Arzneimittel 2 Stunden vor bzw. nach der Einnahme dieses Arzneimittels erfolgen.
Insbesondere sind diese Wechselwirkungen bei bestimmten Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten, z.B. Tetracycline, Ciprofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin) zu beachten, so dass während der Therapie mit diesen Antibiotika eine Einnahme dieses Arzneimittels nicht empfohlen werden kann.
Anwendung mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die gleichzeitige Einnahme mit säurehalten Getränken (z.B. Obstsäfte, Wein) führt zu einer unerwünschten Steigerung der Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch Brausetabletten enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumresorption steigern können.
Hersteller: ratiopharm GmbH
ratiopharm GmbH
Das Unternehmen
In Deutschland ist ratiopharm die am meisten verwendete Arzneimittelmarke und mit über 750 Präparaten verfügt ratiopharm über das größte Produktsortiment der Branche. Nahezu alle Anwendungsgebiete, von Allergien bis Zahnschmerzen über Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zu Magen-Darmproblemen werden abgedeckt.
Der deutsche Unternehmenssitz ist in Ulm, weitere Standorte gibt es in Berlin und Blaubeuren/Weiler. Zu den Geschäftsfeldern der ratiopharm GmbH in Deutschland gehören das Generikageschäft, sowie Entwicklung und Vertrieb von biotechnologischen Präparaten.
Seit 2010 ist ratiopharm ein Teil des weltweiten pharmazeutischen Konzerns Teva Pharmaceutical Industries Ltd.
Die Marke ratiopharm
Von Anfang an wurde die Namensgebung beibehalten. Jedes der vielen Produkte trägt den Wirkstoffnamen mit dem Anhang „-ratiopharm“. Dieser Wiedererkennungswert erleichtert Apothekern und Ärzten die Zuordnung, was letzten Endes dazu geführt hat, das ratiopharm eine der bekanntesten Marken in Deutschland ist.
Im deutschen Klinikmarkt ist ratiopharm generischer Marktführer. Das Portfolio umfasst hochwertige Klinik- und Onkologie-Generika sowie die beiden von ratiopharm entwickelten und vertriebenen biopharmazeutischen Präparate.
Hier finden Sie weitere Produkte des Herstellers ratiopharm GmbH
Informationen zur Darreichungsform Tabletten
Die Darreichungsform "Tablette" gehört zu den am meist verbreitesten Darreichungsformen bei Medikamenten.
Eine Tablette ist eine feste Arzneistoffzubereitung, welche eine bestimmte Dosis eines oder mehrerer Wirkstoffe enthält. Tabletten, die nicht zum Auflösen oder zum Schmelzen gedacht sind, werden üblicherweise mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Die meisten Tabletten weisen eine Kerbe auf, die dazu dient die Tablette zu teilen, entweder um sie besser schlucken zu können, oder um die Wirkstoffmenge zu reduzieren.
Alternative Arzneimittel
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