Krankheitsbild / Indikation
Das Arzneimittel enthält Macrogol 3350 und Elektrolyte als wirksame Bestandteile.
Durch das hohe Wasserbindungsvermögen von Macrogol 3350 - vergleichbar mit einem Schwamm - wird die eingenommene Menge Wasser festgehalten und in den Dickdarm transportiert, ohne dass dem Körper Flüssigkeit entzogen wird. Dadurch wird fester Stuhl erweicht und das Stuhlvolumen erhöht. Dies führt zur
Auslösung der natürlichen Darmbewegung und schließlich zur Stuhlausscheidung. Macrogol 3350 wird dabei mit ausgeschieden. Deshalb belastet es den Organismus nicht.
Durch den Elektrolyt-Zusatz (Kalium- und Natriumsalze) erhält man eine isoosmolare, isotonische Trinklösung. Ein Verlust an körpereigenen Elektrolyten oder Wasser bzw. eine Flüssigkeitsbelastung des Körpers wird so vermieden.
Die Wirkung tritt anfangs erst nach 2-3 Tagen ein. Bitte haben sie hier ein wenig Geduld.
Das Arzneimittel wird angewendet bei
- chronischer Verstopfung.
Gegenanzeigen / Kontraindikation
Sie dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen
- wenn Sie überempfindlich gegen Macrogol 3350 sind
- wenn bei Ihnen eine Darmverengung oder ein Darmverschluss vorliegt
- bei Gefahr eines Darmdurchbruchs
- bei schweren entzündlichen Darm-Erkrankungen (wie z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, toxisches Megakolon)
- bei Bauchschmerzen unbekannter Ursache
Dosierung
Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Erwachsene, Jugendliche und ältere Patienten
Lösen Sie bei Verstopfung 1-3-mal täglich den Inhalt eines Beutels auf und trinken Sie die Lösung. Bei längerfristiger Anwendung können Sie die Dosis auf 1-2 Beutel täglich reduzieren.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Es ist keine Dosisänderung erforderlich.
Dauer der Anwendung
Sie sollten das Arzneimittel normalerweise nicht länger als 2 Wochen einnehmen.
Bei Bedarf kann das Arzneimittel jedoch wiederholt eingesetzt werden.
Eine längerfristige Anwendung kann bei schwerer chronischer oder hartnäckiger Verstopfung notwendig sein. Diese kann auch bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Morbus Parkinson auftreten oder durch die Einnahme verstopfungsfördernder Medikamente wie stark wirksamer Schmerzmittel (Opioide) oder Arzneimittel gegen die Parkinsonsche Erkrankung (Anticholinergika) verursacht sein.
Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten, können in verstärktem Maß Nebenwirkungen auftreten. In der Regel klingen diese bald wieder ab. Bei starken Schmerzen, Aufblähungen oder schweren Durchfällen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein. Setzen Sie die Anwendung mit der vorgesehenen Dosierung fort.
Nebenwirkungen
Es können Magen-Darm-Beschwerden wie Aufblähungen, Bauchschmerzen, vermehrte Darmgeräusche, Übelkeit auftreten. In Einzelfällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Besonders zu Beginn der Therapie oder bei einer zu hohen Dosierung können Durchfälle auftreten.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweise
Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich, wenn bei Ihnen Symptome auftreten, die auf eine Verschiebung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes hinweisen, wie z. B. Ansammlung von Gewebsflüssigkeit (Ödeme), Atemnot, zunehmende Müdigkeit, Körperwasserverlust (Dehydratation) oder
Herzversagen. Beenden Sie in diesem Fall die Einnahme sofort und wenden Sie sich an Ihren Arzt. Er wird Elektrolytmessungen durchführen und die gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Kinder
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung des Arzneimittels bei Kindern vor. Daher wird die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Geöffnete oder beschädigte Beutel sollten nicht verwendet werden.
Schwangerschaft
Es besteht keine Erfahrung bezüglich der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit, so dass das Arzneimittel nur nach sorgfältiger Abwägung durch den Arzt eingenommen werden sollte.
Aufbewahrung / Anwendung / Einnahme
Öffnen Sie den Beutel und geben Sie das Pulver in ein Glas mit 125 ml Wasser (1/8 Liter). Rühren Sie die Flüssigkeit solange, bis Sie eine klare Lösung erhalten und trinken Sie diese anschließend.
Hinweise:
Die Trinklösung soll vor der Einnahme frisch zubereitet werden.
Die Trinklösung darf nicht mit anderen Lösungen, Getränken oder Zusätzen vermischt werden, damit die Elektrolytkonzentration nicht verändert wird.
Den Zeitpunkt der Einnahme (morgens, mittags, abends, bzw. vor, zu oder nach den Mahlzeiten) können Sie frei wählen.
Wechselwirkungen
Die Trinklösung darf nicht mit anderen Lösungen, Getränken oder Zusätzen vermischt werden, damit die Elektrolytkonzentration nicht verändert wird.
Einnahme zu, vor oder nach den Mahlzeiten ist frei wählbar.
Inhaltsstoffe / Wirkstoffe
- 0,05 g Kalium chlorid- 0,03 g Kalium Ion
- 0,02 g Chlorid Ion
- 13,121 g Macrogol 3350
- 0,35 g Natrium chlorid
- 0,14 g Natrium Ion
- 0,21 g Chlorid Ion
- 0,18 g Natrium hydrogencarbonat
- 0,05 g Natrium Ion
- 0,13 g Hydrogencarbonat Ion
- Saccharin, Natriumsalz
- Apfelsinen Aroma
- Limetten Aroma
- Zitronen Aroma
Hersteller: ratiopharm GmbH
ratiopharm GmbH
Das Unternehmen
In Deutschland ist ratiopharm die am meisten verwendete Arzneimittelmarke und mit über 750 Präparaten verfügt ratiopharm über das größte Produktsortiment der Branche. Nahezu alle Anwendungsgebiete, von Allergien bis Zahnschmerzen über Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zu Magen-Darmproblemen werden abgedeckt.
Der deutsche Unternehmenssitz ist in Ulm, weitere Standorte gibt es in Berlin und Blaubeuren/Weiler. Zu den Geschäftsfeldern der ratiopharm GmbH in Deutschland gehören das Generikageschäft, sowie Entwicklung und Vertrieb von biotechnologischen Präparaten.
Seit 2010 ist ratiopharm ein Teil des weltweiten pharmazeutischen Konzerns Teva Pharmaceutical Industries Ltd.
Die Marke ratiopharm
Von Anfang an wurde die Namensgebung beibehalten. Jedes der vielen Produkte trägt den Wirkstoffnamen mit dem Anhang „-ratiopharm“. Dieser Wiedererkennungswert erleichtert Apothekern und Ärzten die Zuordnung, was letzten Endes dazu geführt hat, das ratiopharm eine der bekanntesten Marken in Deutschland ist.
Im deutschen Klinikmarkt ist ratiopharm generischer Marktführer. Das Portfolio umfasst hochwertige Klinik- und Onkologie-Generika sowie die beiden von ratiopharm entwickelten und vertriebenen biopharmazeutischen Präparate.
Hier finden Sie weitere Produkte des Herstellers ratiopharm GmbH
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